"Stern" in diesem Jahr auf zwei Rädern

Staunen über die ehrenamtliche Leistung des Marineclubs: 9000 Stunden pro Jahr im Seebad

Preisträger: Vorstand Georg Hellwege von der Raiffeisenbank Ostprignitz-Ruppin zeichnete am Montag die Vertreter der drei Erstplatzierten aus - auf dem Bild sind von links zu sehen Projektkoordinatorin Anja Gensch, Jurymitglied Jens Dreschler, Joachim Kröning, Uwe Wöller, Thomas Hambück, Frank Goepfert, Georg Hellwege, Ines Fetzer, Karin Garmatter, Annet Haack, Eveline Goepfert, Petra Stendel, Ellen Krüger und Jurymitglied Thomas Krieglstein vom Kreissportbund.
Preis für den Ruppiner Radsportclub: Mit ihrer Bewerbung um den "Bronzenen Stern des Sports" überzeugten die Neuruppiner Radwanderer die Jury. Nur sieben regionale Vereine hatten ihr Projekt schriftlich vorgestellt. "Das ist recht wenig", bedauert Georg Hellwege, Vorstand der federführenden Raffeisenbank Ostprignitz-Ruppin. Den Stern sowie eine Geldprämie nahmen am Montag Thomas Hambück, Vereinschef Uwe Wöller und Joachim Kröning (von links) entgegen.

Neuruppin (RA) "Wir wollen mit unserem Fahr'Rad!-Tag größer werden. Das erfordert natürlich mehr Kapital." Für Joachim Kröning und sein Team des Ruppiner Radsportclubs (RRC) kommt der "Bronzene Stern" gerade recht.

Im April nächsten Jahres soll der Fahr'Rad!-Tag wieder eine dreisstellige Anzahl an Teilnehmern nach Neuruppin locken. Dazu erweitert der RRC zum einen sein Rahmenprogramm und zum anderen die Strecken. Wahren es 2015 noch drei Kurse, so kommen zwei weitere dazu - der längste dann 160 Kilometer.

Mit seinem Projekt, Breitensportler aufs Rad zu setzen und in die Ruppiner Region einzutauchen, überzeugte der RRC die fünfköpfige Jury der Aktion "Sterne des Sports" - eine Aktion der Raffeisenbank Ostprignitz-Ruppin, wie Vorstand Georg Hellwege betonte.

RRC-Vorsitzender Uwe Wöller legte am Montag bei der Auszeichnungsveranstaltung auch dar, dass das landesweite Projekt zudem 600 Euro für Mukoviszidose-Patienten einspielte.

"Allein der Fanfaren-Zug kostet 300 Euro", ergänzte Ex-Kassierer und Urgestein Joachim Kröning. Da helfen die 500 Euro Preisgeld schon viel, so Kröning. "Ich hatte mit Rang drei gerechnet", sagte Wöller. "Das wir nun sogar vorn liegen, finde ich klasse."

Über Rang zwei freute sich das Quintett vom Marineclub Rheinsberg mindestens genauso wie der Sieger. Karin Germatter betonte in ihrer kurzen Projektbeschreibung, das es viel Motivation erfordert, das 1923 eröffnete Seebad - dessen Erhaltung liegt in den Händen des Sportclubs - instant zu halten. "Es kommen pro Jahr 9000 Stunden im Ehrenamt zustande." Georg Hellwege verschlug es bei dieser Zahl fast die Sprache. Vor dem Hintergrund von 52 erwachsenen Mitgliedern lässt sich hochrechnen, wieviel jeder anpackt. "Da macht sich unsere Summe nicht bemerkbar", blickte Hellwege auf das Preisgeld von 250 Euro.

Rang drei der diesjährigen Auszeichnung, es lagen sieben Bewerbungen vor, ging an die Gymnastikgruppe des MSV. Eveline und Frank Goepfert legten dar, dass die Neuruppiner ihr Angebot im vorigen Jahr mit Prävention und Reha-Sport ergänzt haben. 25 neue Mitglieder im Seniorenbereich wurden gewonnen. 100 Euro der Raffeisenbank Ostprignitz-Ruppin wandern auch in die MSV-Kasse.


"Sterne des Sports" ist eine Auszeichnung, die an Sportvereine für ihr soziales Engagement vergeben wird. Der gesellschaftliche Einsatz innerhalb des Breitensports wird mit diesem Preis belohnt, nicht die sportliche Höchstleistung. Dieser Wettbewerb würdigt kreative, innovative Maßnahmen in Bereichen wie Gesundheit, Jugendarbeit, Integration, Gleichstellung oder Vereinsmanagement. Seit 2004 vergeben der deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Volksbanken/Raffeisenbanken die "Sterne des Sports" verbunden mit abgestuften Geldprämien auf kommunaler, Landes- und Bundesebene. In der Jury saßen Sandra Priesmuth, Thomas Krieglstein, Jens Dreschler, Matthias Haack und Christian Maisenholder.

© Matthias Haack


Verleihung des "Großen Stern des Sports" in Bronze

Jubel beim Ruppiner Radsportclub 1909/1990 e.V.

Die Auszeichnung ist mit 500 Euro dotiert und sie ist zugleich die Eintrittskarte für die nächste Runde im Wettbewerb um die "Sterne des Sports". Der Ruppiner Radsportclub 1909/1990 e.V. hat sich für die Auszeichnung "Sterne des Sports" in Silber auf Landesebene qualifiziert.

Die Plätze zwei und drei belegten der Marineclub Rheinsberg e.V. und der MSV 1919 Neuruppin e.V. mit der Abteilung Gymnastik (Sie erhielten ein Preisgeld von 250 Euro und 100 Euro.)

Die Vereine wurden für ihr besonderes gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet. Der Ruppiner Radsportclub 1909/1990 e.V. kam mit seinem Projekt "Fahr'Rad!-Tag" auf den ersten Platz. Der zweitplatzierte Marienclub Rheinsberg e.V. hat mit seinem Vereinsmanagement "Symbiose zwischen Seesport und einem denkmalgeschützten Seebad" überzeugt und der MSV e.V. Abteilung Gymnastik schaffte es mit seinem Projekt "Mit Gymnastik fit bis ins hohe Alter" auf den dritten Platz.

Insgesamt hatten sich 7 Vereine aus der Region beworben. Eine prominent besetzte Jury mit Jens Dreschler (Stadt Neuruppin), Thomas Krieglstein (Geschäftsführer des Kreissportbundes Ostprignitz-Ruppin e.V.), Matthias Haack (Sportredakteur des Ruppiner Anzeiger), Christian Maisenhölder (Mitarbeiter Raiffeisenbank OPR eG und Vereinsvorsitzender TuS Dabergotz e.V.) und Sandra Priesemuth (Lehrerin am Evangelischen Gymnasium) hat sich die Arbeit nicht leicht gemacht und die Auswahl unter größter Sorgfalt getroffen.

Initiiert durch den Deutschen Olympischen Sportbund und die Volksbanken Raiffeisenbanken werden die "Sterne des Sports" bereits seit 2004 vergeben.

Inzwischen hat sich der Wettbewerb zu einem gesellschaftspolitischen Event entwickelt, dessen alljährlicher Höhepunkt die Auszeichnung der "Sterne des Sports" in Gold ist.

Die Veranstaltung wird von höchster politischer Ebene begleitet: In den vergangenen Jahren haben die Bundeskanzlerin und der Bundespräsident die Bundessieger persönlich ausgezeichnet.

© Raiffeisenbank Ostprignitz-Ruppin eG

Nachtrag zum 3. Fahr'Rad!-Tag

Der 3. Fahr'Rad!-Tag des Ruppiner Radsportclubs stand im Zeichen des guten Zwecks. Es wurden Spenden für Kinder und Jugendliche, die an Mukoviszidose (Stoffwechselerkrankung) leiden, gesammelt. Bei dieser Aktion kamen 620 Euro zusammen.

Uwe Wöller (l.) vom RRC 09/90 e.V. und Tom-Uwe Bialowons (r.) vom RKB "Solidarität" Berlin-Brandenburg e.V., dem Mitorganisator des Fahr'Rad!-Tages, überreichten einen Scheck über die Spendensumme an Edda Beckmann (m.), Leiterin der Mukoviszidose Geschäftsstelle Berlin-Brandenburg.

Das Geld wird für Klimaaufenthalte von Betroffenen an der Ostsee verwendet.

© MAZ